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Besuch aus Bethlehem in Sachsen
15 Juni 2019
Kontakte zu Schülern im Westjordanland mit Tradition
SCHNEEBERG – Seit letzten Dienstag, 11. Juni, sind auf Einladung des Schneeberger Pfarrers Frank Meinel 13 Mädchen und Jungen aus Bethlehem (Westjordanland) auf Gegenbesuch nach Sachsen gekommen. Sie sind Abiturienten im dortigen Evangelischen Schulzentrum Talitha Kumi im palästinischen Autonomiegebiet. Vor einem Jahr waren Schüler aus Sachsen in Palästina zu Besuch.
Das Schulzentrum in Palästina mit 1.000 Schülern in Trägerschaft des Berliner Missionswerkes ist eine der bekanntesten Deutschen Auslandschulen im Nahen Osten. Es ist für seine hervorragende Bildungs- und Friedensarbeit mitten im Nahostkonflikt sehr geschätzt und wurde immer wieder von deutschen Bundespräsidenten besucht. Der Jugendaustausch findet zum siebenten Mal statt.
Am Freitag, 14. Juni, fuhren die Gäste nach Dresden. Während eines Besuchs in der Bischofskanzlei und in der Dresdner Kreuzkirche trafen die Schüler aus Talitha Kumi Landesbischof Dr. Carsten Rentzing.
Weiter geht es am Sonntag nach Griesbach bei Schneeberg, wo die jungen Gäste an einem Friedensgottesdienst teilnehmen. Am Montag und Dienstag steht ein Besuch in der Lutherstadt Wittenberg auf dem Programm.
Diesem Besuchsprogramm schließen sich Praktika in verschiedenen Betrieben und Einrichtungen in ganz Deutschland an.
Pfarrer Meinel, Vorstandsmitglied des Jerusalemvereins im Berliner Missionswerk, engagiert sich mit der Schneeberger St. Wolfgangskirchgemeinde in zwei Evangelischen Schulen in Schneeberg. Er organisierte schon mehrfach Fahrten von Lehrern und Schülern ins Westjordanland für Besuche in den dortigen Schulen. Der Jerusalemverein gründete vor 165 Jahren die Ev. Kirche im Heiligen Land (heute Israel, Palästina und Jordanien) mit ihren Schulen.